Depression – die „Volkskrankheit“

4 Millionen Menschen in Deutschland sind depressiv, Tendenz steigend. Es gibt viele verschiedene Arten und Ursachen der Depression, aber nicht jede Krise ist auch eine Krankheit!

Ursachen für eine Depression

  • Die Gehirnfunktion, d.h. der Hirnstoffwechsel ist gestört, also ein medizinisches Thema
  • Sogenannte „Psychosoziale Belastungen“, das heißt die Lebensumstände sind so stark belastend, dass es zu einer depressiven Phase kommt. Das kann z.B. der Verlust einer geliebten Person, Arbeitslosigkeit, Scheidung, chronische Krankheit sein. Oft führen Stress und Überforderung in eine Depression. Dazu muss der Stress auch gar nicht besonders hoch sein, aber über lange Zeit anhalten.
  • Es gibt Medikamente, die depressive Verstimmung verursachen können wie Hormonpräparate (die „Pille), Blutdruckmittel oder Antibiotika. Deshalb empfehle ich immer zunächst ein Gespräch mit einem Arzt.

Schwere Zeiten im Leben meistern
Wie gut es uns gelingt, schwere Zeiten zu meistern, hat oft damit zu tun, wie wir aufgewachsen sind. Wir lernen in den ersten Lebensjahren schon, wie wir mit emotionalem Stress und Enttäuschung umgehen.

Es gibt viele Wege heraus aus einer depressiven Phase
Meist ist es nötig, sich professionelle Hilfe zu holen, um der „Abwärtsspirale“ zu entkommen. Oft helfen schon einfühlsame Gespräche mit einem Therapeuten/in. Negative Gedankenmuster können aufgedeckt und verändert werden. Die eigenen Energiequellen werden gefunden, um wieder Kraft fürs Leben zu tanken. Entspannungsmethoden wie Meditation, Hypnose-Therapie, Progressive Muskelentspannung oder Atemtechniken helfen zu mehr innerer Ruhe…
Finden Sie wieder zurück zu einem glücklichen Leben.

Klinisch betrachtet – die verschiedenen Formen der Depression:

Depressive Verstimmtheit
 eine leichte bis mittelschwere Depression, die meistens auf einen konkreten Anlass zurückzuführen ist. Typische Symptome einer depressiven Verstimmung sind Niedergeschlagenheit, Lustlosigkeit und schnelle Erschöpfung.

Die Dysthymia
ist eine abgeschwächte Form der Depression, die oft als „chronische Depression“ bezeichnet wird. Die Betroffenen sind mindestens zwei Jahre lang depressiv, erleben jedoch manchmal auch helle Tage oder Wochen, in denen sie in guter Stimmung sind. Meistens sind sie jedoch müde und niedergeschlagen.

Die Depression
Hier sind viel mehr Symptome zu beobachten, wie Schlafprobleme, Appetitmangel, Verlust von Interessen, das Gefühl der Gefühllosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle, fehlende Energie, Gedankenkreiseln, ständiges Grübeln, Konzentrationsprobleme und vieles mehr.
Bei manchen Menschen kommt es zu Selbstmordgedanken und –versuchen.
„Die Trauer kommt und geht ganz ohne Grund. Und man ist angefüllt mit nichts als Leere. Man ist nicht krank und ist auch nicht gesund. Es ist, als ob die Seele unwohl wäre.“ (Erich Kästner)

Wenn Sie befürchten, dass Sie selbst oder eine nahestehende Person an einer Depression leiden, verschließen Sie bitte nicht die Augen. Informieren Sie sich, sprechen Sie mit einem Arzt oder Therapeuten/in.

Hilfe in Krisenzeiten – was ich für Sie tun kann …